Gesunde und langfristige Erträge dank starken Wurzeln

Nungesser ist eine der ältesten noch aktiven Handelsmarken der Welt. Die Unternehmung wurde 1770 von Johann H. Nungesser gegründet, der damals in einer Scheune in Griesheim (Darmstadt, Deutschland) erstmals Saaten verkaufte.

Alles begann mit Kiefernsamen

Am Gründungsort im Hessischen Griesheim in Deutschland, handelten die Einheimischen seit dem 17. Jahrhundert mit Kiefernsamen, welche neben Obst und anderen Saaten auch zum Angebot von Nungesser gehörte. Schon im Altertum galt die Kiefer aufgrund ihres Samenreichtums als Sinnbild für Fruchtbarkeit und Reichtum. In Asien gilt die Kiefer als Symbol für Stärke, Langlebigkeit und beständige Geduld.

Seit 1775 ist Nungesser als Handelsunternehmung urkundlich belegt und entlang des Rheins wurden schon sehr früh erste Kontakte für das später international agierende Unternehmen geknüpft. Der Enkel des Gründers Johann .H. Nungesser liess dann die Firma unter dem Namen L.C. Nungesser gerichtlich ins Handelsregister eintragen.

Diversifikation und Spezialisierung 

Im Verlauf der rund 250 Jahre seit Bestehen wurde das Angebot laufend erweitert und verbessert. Neben weiteren Samen und Saaten kamen auch immer modernere Reinigungsanlagen zum Einsatz. Die ursprünglichen Bereiche Landwirtschaft und Lebensmittel wurden je länger je mehr durch Rohstoffe für die Tierfütterung ergänzt.

Geografisch konnten Märkte in Nord- und Südamerika sowie Asien und Afrika erschlossen werden. Die politisch angespannte Situation seit Ende des 19. Jahrhunderts und insbesondere die beiden Weltkriege waren auch für Nungesser eine grosse Herausforderung.

1930 starb der damalige Alleineigentümer Friederich Nungesser und die Firma wurde von Kurt Eisele übernommen, wodurch die Eigentümerschaft der Familie Nungesser endete.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Bereich Saatgut erweitert durch Verarbeitung, Zucht und Forschung. Vor allem in den Jahren zwischen 1980 und 1990 war das Unternehmen auch in der Saatgutforschung erfolgreich. Es war mit rund ihren 250 Mitarbeitern auch in Afrika und Asien präsent und betrieb unter anderem eigene Farmen.

1986 wurde Nungesser, die damals als L.C. Nungesser KG Saaten firmierte, an die französische Group Limagrain verkauft. Damit forcierte man die Konzentration auf Backsaaten.

Seit 1997 besteht Nungesser wieder als eigenständiges Unternehmen, da fünf Gesellschafter es zurückkauften. In den 2000er Jahren konzentriert sich Nungesser ausschliesslich auf den Rohstoffhandel per Internet und den Aufbau von Datenbanken. Die Firma handelt nicht mehr selbst mit Rohstoffen, sondern vermittelt vor allem den Kontakt zwischen Produzenten und Abnehmern.

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Nungesser wird schweizerisch

2014 beteiligte sich die KM Commodities AG, ein erfolgreiches, familiengeführtes Schweizer Beschaffungshaus von Futterrohstoffen und Lebensmittelzutaten, an Nungesser. Die KM Commodities AG wurde ursprünglich 1977 als Karl Muggli AG gegründet und ging 2013 vollständig in den Besitz der Familie Fischer über. Die Schweizer Unternehmung forcierte vor allem den Einkauf und Verkauf mit Backsaaten und stoppte das bisherige Vermittlungsgeschäft von Nungesser komplett.

Unter der Leitung von CEO Marco Fischer wurde «Nungesser seit 1775» als Handelsmarke bei KM Commodities AG integriert und europaweit beim Patentamt eingetragen und registriert. Für den Vertrieb in Deutschland gründete man die KMC Nungesser GmbH mit Sitz in Seeheim-Jugenheim, Deutschland. Um die Beschaffung aus Osteuropa zu stärken, gründete man eine Tochtergesellschaft in Polen unter dem Namen Nungesser Polska sp. z o.o., mit Sitz Grodzisk Mazowiecki in Polen. Alle bisherigen Aktivitäten wurde komplett neu strukturiert und man trat gegen aussen als KMC Group auf, die Marke «Nungesser seit 1775» verwendete die Gruppe fortan für das Lebensmittelgeschäft. Im Verlaufe des Jahres 2015 begann der Aufbau des Nussgeschäfts, welches seither stark wächst.

Zeitgleich prosperierten die Geschäfte mit Futterrohstoffen und -zusatzstoffen. Insbesondere in der Schweiz gehört man zu den führenden Anbietern, wo sich die Unternehmung auch zu den grössten Futtermittel-Pflichtlagerhaltern für die Schweizer Landesversorgung zählen darf. Über die Jahre fokussierte sich der Geschäftsbereich Feed immer intensiver auf Futterzusatzstoffe und etablierte sich schrittweise auch ausserhalb der Schweiz in diesem Geschäft.

Die soziale, wirtschaftliche und gesellschaftliche Nachhaltigkeit wird durch beide Geschäftsbereiche Food & Feed weiter gefördert und mit strategischen Partnerschaften verankert. Ein eigener Code of Conduct, welcher auf den globalen Standards wie BSCI oder UN Universal Human Rights basiert, sichert eine verantwortungsbewusste Produktion, den verantwortungsvollen und sozialen Umgang mit Menschen und eine verringerte Umweltbelastung.

Zurück zu den Wurzeln: Nungesser beschafft Food und Feed

KM Commodities AG ist stolz auf die traditionsreiche Geschichte von Nungesser. Wir wollen dieses Erbe weiterführen, wollen weiterwachsen und die jahrhundertlange Erfolgsgeschichte weiterschreiben. Aus diesen Gründen vereinheitlichen wir unsere Firmenbezeichnung per 30. Juni 2020 von KM Commodities AG zu Nungesser AG.

Damit bringen wir die zuverlässige und nachhaltige Beschaffung von Lebensmittelzutaten, Futterrohstoffen & -zusätze wieder unter der einheitlichen, traditionsreichen Marke von «NUNGESSER – FOOD & FEED since 1775» zusammen.